Sonntag, 3. August 2008Sprachentwicklung
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Positiv - Komparativ - Superlativ | Elativ Beispiel: groß - größer - am größten | besonders groß Innovation: Superlativ - superlativer - am Superlativsten Beispiel: maximal - maximaler - am Maximalsten minimal - minimaler - am Minimalsten optimal - optimaler - am Optimalsten Abseits davon auch: parataktisch - parataktischer - am Parataktischsten hypotaktisch - hypotaktischer - am Hypotaktischsten Sonntag, 13. Juli 2008Das Monster unter dem Bett
Cognitio war sein Name, immerhin 10 Jahre alt war er schon, ein kleiner Junge, der doch recht interessiert war an den Dingen und das Leben liebte. Aus diesem Interesse heraus schaute er sich oft, fasziniert wie es nur viele Kinder sein können, einfache Sachen an und wollte herausfinden, was sie bedeuteten – einfache Sachen, die Erwachsene schon längst nicht mehr verblüffen konnten.
So war es auch an diesem Samstag morgen, als er in das Schlafzimmer ging und unter dem Bett seines Vaters ein altes Buch hervorholte. Cognitio konnte jetzt schon vier Jahre lang lesen und deswegen fiel es ihm nicht schwer, die alten Buchstaben zu entziffern, auch wenn es mehr Zeit brauchte, denn die Schrift schien eine andere zu sein, als jene, die er bisher kennen gelernt hatte. In großen Buchstaben stand es dort: „Mein Kampf“ hieß das Buch, und ein gewisser Herr Adolf Hitler hatte es geschrieben. Cognitio war gespannt, denn dieses alte Buch hatte er noch niemals gesehen, weswegen ihn eine gewisse Aufregung ergriff. Erwartungsvoll ging er damit zu Ignor, seinem Vater, ein angesehener Ingenieur, welcher 42 Jahre alt war. Auch er liebte das Leben, jedoch mischte sich in sein Denken, in seine Gefühle, in sein Wollen manchmal etwas Desinteresse, denn er war kein Kind mehr, sondern ein Erwachsener, der sich mehr um sein Berufsleben und um seine Ehe sorgte als um die Dinge, die seinen Sohn manchmal begeisterten. Als Cognitio zu ihm ging, und ihm das Buch zeigte, fragte er Ignor, wer dieser Mann sei, der dieses Buch geschrieben hätte. Ignor antwortete ihm sogleich, dass dieser Mann schon längst nicht mehr existieren würde. Er wäre ein sehr böser Mann gewesen, einer von der braunen Brut - Hitler hätte vielen Menschen weh getan und sei besessen gewesen. Cognitio wurde bei dem Gedanken traurig, dass solch ein Mensch so viel Unheil anrichten konnte und fragte seinen Vater: „Wie kam es denn dazu, dass er so böse wurde?“ Für Ignor war diese Frage überraschend, denn er hatte sich selber niemals Gedanken darum gemacht, und deswegen konnte er auch nicht mehr sagen, als sein Nichtwissen preis zugeben: „Ich weiß es einfach nicht, Sohn. Aber dies ist auch nicht entscheidend. Entscheidend ist das, was er getan hat.“ Sein Sohn war aber nicht zufrieden mit der Antwort seines Vaters, und deswegen fragte er ihn, ob es heute noch solche Menschen gäbe wie ihn, wie dieser Herrn Hitler. Ignor sagte: „Menschen wie Hitler, aber auch wie Himmler, Eichmann, und Goebbles, sie alle gibt es heute selbstverständlich nicht mehr. Sie waren wirklich böse. Warum sollte es sie heute noch geben?“ Cognitio verstand, was sein Vater sagte, und deswegen war sein Interesse gestillt. Ignor bat ihn darum, doch das Buch wieder unter seinem Bett verschwinden zu lassen, was er auch tat. Sonntag, 22. Juni 2008Das Grundeinkommen ? seine Geschichte, seine Varianten und die Diskussion
Die Idee des Grundeinkommens und sein Vordenker Erich Fromm erschien in der j?ngsten politischen Diskussion als Ansatz, der auch von dem Unternehmer G?tz Werner aufgegriffen wurde und politisch gesehen insbesondere von der Partei "Die Gr?nen" erstmals auf ihrem Parteitag diskutiert wurde. Inzwischen wird dieser auch aufgenommen von anderen Parteien, so wie der CDU. Daher ist eine eingehendere Betrachtung und Diskussion notwendig, so wie es dem Autor dieser Zeilen als L?sungsansatz f?r das Problem der Armut und vielerlei andere Aspekte erscheint. Wegen des Umfangs ist eine Beschr?nkung auf die Idee von dem Psychologen, Soziologen und Sozialphilosophen Erich Fromm, dem Vorstellen verschiedener Modelle, und der Diskussion dieser, n?tig.
Erich Fromm (*23.03.1900; ? 18.03.1980) analysiert in seinem Werk ?Haben oder Sein? die beiden Existenzweisen ?Haben? und ?Sein? und bereitet Vorschl?ge, auch politischer Art, im letzten Abschnitt des Buches. Diese sollen der Wandlung der Gesellschaft dienen. Dabei schl?gt er auch vor, dass jeder Einwohner eines Landes ein bedingungsloses, geregeltes, j?hrliches Mindesteinkommen erhalten sollte. Fromm verwendet f?r seine Diskussion dieser These ein Analogieargument, so wie er darauf hinweist, dass der Mensch seinen Haustieren ein Recht zuschreibt, welches er seinen Mitmenschen nicht gew?hrt: Eine Grundsicherung der Existenz, ohne eine Pflicht erf?llen zu m?ssen [1]. Dieser politische Vorschlag wurde in der Innenpolitik Deutschlands bis vor Kurzem nicht aufgegriffen. Der Leiter des Drogerieunternehmens DM namens G?tz Werner stellte in einem Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin ?Stuttgarter Zeitung? seine Perspektive dar, denn er schl?gt ein ?hnliches Modell wie Fromm vor. Jedoch erweitert er dieses um wichtige Aspekte. Er fordert ein bedingungsloses Grundeinkommen, welches abgestuft ist f?r verschiedene Altersklassen. Hierbei sollen j?ngere Menschen weniger Geld erhalten als ?ltere, wobei die obere Grenze f?r den Maximalwert an Geld bei dem Erreichen des 18. Lebensjahrs liegt und zwischen 1300 ? 1500 EUR liegen soll. Zudem beinhaltet sein Modell ein Aufl?sen aller Steuertypen bis auf die Mehrwertsteuer. Diese wiederum soll auf bis zu 48% angehoben werden. Des Weiteren soll der Betrag, wenn nun ein B?rger arbeitet, in den Lohn flie?en, als staatliche Mitfinanzierung. Werner sieht die Grundlage seines Denkens in der Tatsache, dass Unternehmen darauf bedacht sind, ihre Produktivit?t zu steigern bei niedrigem Aufwand an Ressourcen und Zeit. Um eine erh?hte Produktivit?t zu erreichen, m?ssen daher auch Arbeitspl?tze eingespart werden, weil diese Arbeit von Maschinen, die g?nstiger und effektiver sind, verrichtet werden kann. Daher k?me in Deutschland eine gro?e Arbeitslosigkeit auf. Au?erdem m?sse eine Wirtschaft G?ter produzieren, diese aber auch an den B?rger verteilen [2]. Die eigentlichen politischen Kr?fte, die bei den Parteien liegen, wurden von der Idee des Grundeinkommens lange Zeit nicht ber?hrt. Erst auf dem Parteitag der Partei ?Die Gr?nen? in N?rnberg im Jahre 2007 wurde dieser Vorschlag neu aufgegriffen, auch wenn diese ein g?nzlich anderes Modell f?r diese Idee sehen als es im Sinne von Fromm lag und in jenem von Werner liegt. Nach den Gr?nen und ihrem Beschluss des Parteitags am 25.11.2007 solle jeder Bundesb?rger ?420 Euro pro Monat plus diverse Zuschl?ge erhalten, auch wenn er oder sie keine Lust hat zu arbeiten.? [3]. Diese Position vertritt nur teilweise den Grundgedanken, da ein derartiger Betrag nicht ausreichen w?rde, um das Minimum der Existenz zu sichern. Selbst wenn dieses gesichert w?re, so w?rde ein Betrag f?r die Befriedigung intellektueller und kultureller Bed?rfnisse fehlen, welche in dem Modell von Werner inbegriffen w?re. Auch die Partei CDU griff diese Idee am 25.11.2007 auf einem kleineren Parteitag auf. Der Gastredner Dieter Althaus stellte sein Modell vor, welches ebenfalls von den anderen Modellen abweicht. Er forderte ein bedingungsloses Grundeinkommen, f?r jeden B?rger. Erwachsene sollen 800 Euro erhalten, Kinder hingegen 500 Euro. F?r die Gesundheits- und Pflegeversicherung sollen unmittelbar 200 Euro abgezogen werden; zudem liegt eine 50%ige Lohnsteuer vor. Bei einem Einkommen ?ber 1600 Euro zahle man nur noch 25% Lohnsteuer [4]. Dieses Modell erh?lt die Steuer und schafft ?hnlich wie die Gr?nen einen zu kleinen Betrag f?r den B?rger. Die politische Diskussion verzeichnet ansonsten keinerlei Fortschritt f?r die Idee des Grundeinkommens. Daher ist nun eine Diskussion des Modells erforderlich. Das Modell des Grundeinkommens liefert in seinen verschiedenen Ausarbeitungen gemeinsame, aber auch spezifische Vor- und Nachteile. Generell gelten Vorteile in dem Sinne, dass die Armut von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen tendenziell verringert oder sogar vollst?ndig verschwinden w?rde. Die Armut belastet ihre Opfer, da diese keine gesellschaftliche Leistung einbringen k?nnen, weil diese oft mit einer Arbeitslosigkeit korreliert. Zudem ist ihre eigene Person und Freiheit eingeschr?nkt. Metaphorisch wird in diesem Zusammenhang oft von der ?Schere? zwischen arm und reich gesprochen, denn die Differenz im Lebensstandard, Wohlstand und Kapital ist zwischen den ?rmeren Mitgliedern sowie den reicheren sehr gro? und scheint sogar stetig zu steigen. Mit der Armut entsteht auch eine Bildung von sozial niederen Vierteln, so genannten Ghettos. Diese Ph?nomene w?re nicht mehr existent bei der Einf?hrung des Grundeinkommens. Des Weiteren ist zu erw?hnen, dass die pers?nliche Freiheit der Einzelnen gesteigert w?re, weil niemand mehr in wirtschaftlicher Abh?ngigkeit von anderen Mitgliedern der Gesellschaft st?nde [5]. Ein weiterer praktischer Vorteil ist zu nennen, der darin liegt, dass niemand mehr einen Bed?rftigkeitsnachweis entgegen bringen m?sste, um ein Minimum an Lebenserhaltendem zu bekommen [6]. Das Grundeinkommen l?st je nach Variation auch das Problem des Scheiterns bez?glich des Generationenvertrags und des Rentensystems. Arbeitnehmer zahlen Geld in die Rentenkasse ein, aus der die Renten finanziert werden. Durch den demographischen Wandel hat sich die Gesellschaftsstruktur verschoben, so dass ?berproportional viele Rentner Geldbetr?ge beziehen, w?hrend zu wenig in die Rentenkasse eingezahlt wird, da es zu wenig junge Menschen gibt. Das Problem der Rentenkasse w?re gel?st, wenn jeder Rentner ein Grundeinkommen beziehen w?rde. So k?nnte sogar das Rentensystem ver?ndert, reduziert oder abgeschafft werden. Ein weiterer Aspekt findet sich in der Grundsicherung der eigenen Existenz, die mit dem Grundeinkommen gegeben ist, welche gleicherma?en einen Aufstieg von Bildung und Kultur bedeutet. Da Berufe nicht mehr strebsam zu verfolgen sind, um das eigene Dasein finanzieren zu k?nnen, sondern lediglich aus einer pers?nlichen Motivation, aus Interesse und Wunsch gew?hlt werden, da mit ihnen keine wirtschaftlichen Zw?nge mehr verbunden sind, bedeutet dies auch eine Steigerung des Wertes der Bildung. Menschen bilden sich oftmals nicht weiter oder nur geringf?gig, weil sie sich auf ihren Beruf konzentrieren wollen. Die Besch?ftigung mit dem Beruf anstelle einer Bildung h?ngt sicherlich auch unbewusst mit der Angst vor einer Arbeitslosigkeit und Armut zusammen. Wenn Bildung notwendiger und angesehener w?re, was sicherlich so sein k?nnte in einer Gesellschaft, in der es keine wirtschaftliche Existenzangst g?be, w?rde dies auch eine gr??ere kulturelle Anteilnahme bedeuten. Der Zugang zur Kultur, die gerade in Deutschland vielf?ltig ist, ist nur ?ber ein gewisses Ma? an Bildung m?glich. Die Steigerung einer sinnvollen Berufswahl und der Bildung zieht allerdings eine Konsequenz nach sich, die den Arbeitsmarkt beeinflusst. Da nun niemand mehr aus ?ngsten heraus einen Beruf w?hlen muss, gibt es auch keinen Grund mehr, f?r einen Arbeitgeber zu arbeiten, der kontraproduktive Voraussetzungen f?r das Erledigen der Arbeit schafft. Dies kann in Zusammenhang mit einem Arbeitsklima und einer Bezahlung stehen. Unattraktive Arbeitspl?tze m?ssen nicht weiter genutzt werden, was jeden Arbeitgeber dazu auffordert, attraktive Konditionen f?r einen Arbeitsplatz zu schaffen. Dies steigert die Qualit?t der Arbeit. Allerdings m?ssten dann Berufe, die ungern ausge?bt werden, h?her entlohnt werden. Neben einer Bildung und der Berufswahl l?st das Grundeinkommen auch ein Problem, welches ebenfalls in Zusammenhang mit wirtschaftlicher Existennzagst steht, zumindest in einem gewissen Ma?e. In Deutschland liegt die Geburtenrate im Jahre 2006 bei ca. 1,33 Kindern pro Eltern [7]. Kinder werden teilweise nicht gezeugt, weil mit Kindern ein finanzielles Risiko einhergeht, da der Bedarf an finanziellen Mitteln nicht durch das Kindergeld gedeckt wird. Dieser finanzielle Aspekt des elterlichen Daseins w?re durch das Grundeinkommen gesichert. Auch gibt es unabh?ngig davon ein weiteres Problem, welches in Deutschland eine nicht unwichtige Rolle spielt, n?mlich jenes, welches die Integration von Ausl?ndern und einer allgemeinen Fremdenfeindlichkeit betrifft. Oftmals scheitert eine Integration von Ausl?ndern auch an der Armut und der Orientierung an Mitmenschen, die von ?hnlichen sozialen Probleme ber?hrt werden, besonders unter Jugendlichen. Fremdenfeindlichkeit, in einer extremeren Form auch Hass, resultiert oftmals aus Neid, welcher sich eben auch auf materiellen Reichtum beziehen kann, oder eben auf Arbeitspl?tze. Die Integration w?re einerseits gef?rdert durch die finanzielle Absicherung, andererseits g?be es weniger Grundlage f?r Fremdenfeindlichkeit. Diese beiden Faktoren w?ren positiv durch Erweiterung, was Integration angeht, und Verringerung, was Fremdenfeindlichkeit angeht, beg?nstigt. Abschlie?end ist der Vorteil festzustellen, der sich ergibt, wenn man das Modell an sich betrachtet. Es ist in sich nicht einer speziellen politischen Ideologie untergeordnet, da es keine bestimmte Wertigkeit als Ausgangspunkt w?hlt. Dies spricht f?r seine Umsetzung, da es keiner Partei oder Ideologie angeh?ren muss. Spezifische Vorteile ergeben sich bei dem Modell von Werner, da hier die B?rokratie abgebaut werden w?rde, weil nur noch ein Steuertypus zu verwalten ist. Zus?tzlich ist deutlich zu sehen, dass Deutschland zu einem attraktiverem Produktionsstandort werden w?rde, da die L?hne entlastet w?ren durch die Teilfinanzierung des Staats und durch das Ausbleiben von zus?tzlichen Steuern f?r die Unternehmen. F?r das Modell der Gr?nen und der CDU gelten lediglich die allgemeinen Vorteile, da sie in ihren Eigenschaften keinerlei zus?tzliche Vorteile erbringen. Eine Erg?nzung des Modells von Werner liegt in dem Aspekt, das Grundeinkommen mit einem Mindestsatz zu vereinbaren, wie zum Beispiel nach Werner mit 1300 Euro, und eine h?here Summe in Abh?ngigkeit des Staatshaushalts zu stellen. Allgemein gesehen gibt es in erster Linie keinen Nachteil, was die Idee betrifft, auch wenn das Modell an sich oft mit der anthropologischen These, dass der Mensch von Natur aus faul sei und so keinen Antrieb h?tte, widerlegt wird. Dies ist aber ein unbewiesenes Argument. F?r Fromm ist dieses Argument ?einfach ein Schlagwort, das zur Rationalisierung der Weigerung dient, auf das Bewusstsein der Macht ?ber die Schwachen und Hilflosen zu verzichten.? [8]. Nachteile ergeben sich eher in den speziellen Varianten. F?r das Modell der Gr?nen gilt, dass die Finanzierung des B?rgers zu gering ausf?llt und au?erdem die Finanzierung des Systems an sich fraglich ist. Dies bleibt bei Werner aus, da ein B?rokratieabbau und die Umlegung der Steuer ein staatliches Kapital erbringt. ?hnlich verh?lt es sich mit der Idee der CDU. Auch hier gestaltet sich die Finanzierung schwierig, da wenig zus?tzliches Kapital erlangt wird. Insgesamt erg?ben sich allerdings Probleme f?r eine Umsetzung. Bisherige Diskussionen zeigen, dass die Reaktionen irrational ausfallen und nur mit schlichten Leerformeln widerlegt werden. Das Modell erfordert einen Systemwechsel, gegen den sich Politiker bisher wehren. Zudem g?be es Unw?gbarkeiten bez?glich des Weltmarkts in den Zeiten der Globalisierung, da eine Reaktion anderer Staaten unvorhersehbar ist. Eine Finanzierung w?re au?erdem nur bei dem Modell von Werner inbegriffen und w?rde ansonsten weitere Probleme verursachen. Insgesamt ist das Thema an sich und die Aufarbeitung positiv zu bewerten, da sich mir durch die Recherche und Besch?ftigung mit den Quellen neue Perspektiven erschlossen. Meiner Meinung nach ist das grunds?tzliche Prinzip des Grundeinkommens in seiner Notwendigkeit nachvollziehbar und wichtig f?r eine moderne Gesellschaft, die sich ihrer Probleme bewusst wird und diese pragmatisch und nicht ideologisch l?st. Die spezifischen Varianten des Modells sind allerdings kritisch zu betrachten, da jenes der Gr?nen und der CDU lediglich Probleme verschiebt wie das der Armut, bzw. neue schafft, wie jenes Problem der Finanzierung. Das Modell von G?tz Werner erscheint mir bisher als qualitativ hochwertigster Vorschlag f?r ein Grundeinkommen. Da die Idee nun in der po?litischen Diskussion Verwendung findet, ist zu hoffen, dass die bestehenden Modelle kritisch ?berarbeitet werden und so eine Ann?herung an die Aspekte der eigentlichen Idee stattfinden. -- [1] Siehe Fromm, ?Haben oder Sein?, Hamburg 2006/2007, S. 220 [2] S. Werner, Interview mit der Stuttgarter Zeitung, entnommen aus der Attac Internetpr?senz [3] S. Koch und Koufen, Artikel in der TAZ, entnommen aus der TAZ Internetpr?senz [4] S. Lang-Leindorff, Artikel in der TAZ, entnommen aus der TAZ Internetpr?senz [5] S. 220 [6] S. ebenda, S. 220 [7] S. Heute Journal, entnommen aus der heute Internetpr?senz [8] S. Fromm, Haben oder Sein, Hamburg 2006/2007, S. 221
Geschrieben von Peter Langus
in Wissenschaftliche Arbeiten
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06:00
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Sonntag, 1. Juni 2008Erinnerung
Ein Blick in den Himmel. Weite Felder, unendliche Sph?re, lose Gedanken, irre Sterne, Planeten ziehen sich an, sto?en sich ab, v?llige Leere, massive Dichte ? ein Universum voller ?de und F?lle. Ein Blick in die Weite. Brennender Horizont, unertr?gliche Hitze, die Luft zieht Schlieren und bedeckt sich mit eisernem Staub, nichts als Weite, Leere. Ein Blick auf den Boden. Tr?mmer liegen da, den ganzen Tag schaute ich schon auf diese Bruchst?cke, die mir den Blick auf den Grund verwehrten. Was sollte ich hier tun? So lange schon war ich ?ber die Tr?mmer des Bodens gestiegen, erst jetzt, in diesem Atemzug, befiel mich der Mut, einmal stehen zu bleiben, inne zu halten, auf den Boden zu schauen. Manche dieser Bruchst?cke waren gro? und klobig, andere fein und mit scharfen Kanten. Die Monotonie dieser Umwelt bedr?ckte mich in diesem Augenblick zutiefst, denn das Tr?mmerfeld schien eine Unendlichkeit zu sein. Aber dies konnte nur ein Schein sein, redete ich mir ein. Trotzdem ging ich auf die Knie und hob ein St?ck an. Musternd begegnete ich der filigranen Struktur dieses St?cks; fein war diese, so als w?ren die Kanten einzeln geschliffen von der Natur. Dies barg aber einen Widerspruch, da diese St?cke wie Tr?mmer aussahen und folglich k?nstlich sein mussten. Unter dem St?ck befand sich ein n?chstes. Auch dieses trug ich ab, seine Aufbau war ganz anders ? jedes St?ck war eine Einzigartigkeit. Jedes St?ck wurde von mir bestaunt, jeden Moment verbrachte ich damit, einen weiteren Stein heranzuheben und an die Seite zu legen. Ich grub nach der Erkenntnis, die mich aus dieser Steinw?ste befreien sollte. Immer schneller und aufgeregter legte ich Steine beiseite, Tr?mmer, Br?che, weil all meine Hoffnung darin ging, die L?sung zu finden. Diese Arbeit kostete mich so viel Zeit. Es ging nicht anders als zwischendurch Pausen zu machen. In diesen sa? ich mich ersch?pft hin und lie? die Sonne meine Stirn verbrennen. Als sich mein Puls und Atem wieder normalisierte, nahm ich die n?chsten Tr?mmer weg. Nach einer gef?hlten Ewigkeit schienen die Tr?mmer aufzuh?ren. Etwas helles war darunter verborgen. Umliegende Tr?mmer wurden von mir wegger?umt, bis ich nichts mehr anderes sah: glei?endes Licht, welches mich erblinden lie?. Ich stolperte, blinzelte und mochte nichts anderes mehr sehen: die W?rme, das Vollkommene aller Farben zugleich und auch gleichzeitig keiner.
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